Das Multitalent

Ursprünglich stammt die Tomate aus Mittel- und Südamerika, wo sie bereits von den Mayas aus den Wildformen kultiviert wurde. Im 16. Jahrhundert gelangt sie während den Kolonialzeiten nach Europa, wo sie mit ihren hübschen roten Kugeln vorerst als Zierpflanze dient. Erst drei Jahrhunderte später, ab dem 16. Jahrhundert, wird die Tomate in Europa als essbares Gemüse in der Küche verwendet.

In der mexikanischen Indianersprache -auf Nahuatl- wurde die kugelige rote Frucht als tomάtl bezeichnet. Im botanischen Bereich ist die Tomate übrigens eine Beere, eine groβe Beere, die auch als Liebesapfel bezeichnet wird. Tomaten bestehen bis zu circa 95% aus Wasser und enthalten viele Nährwerte wie Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Eisen und Ballaststoffe. Auch schmecken sie nicht nur gut, Tomaten wirken zudem appetitanregend, sie senken den Blutdruck, sind blutbildend und wirken entgiftend.

Im roten Farbstoff der Tomaten ist Lycopin enthalten, ein Carotinoid, das Forschungen entsprechend eine anti-Krebs Wirkung auf unseren Körper hat.

Weil Krebszellen keine gekochten Tomaten mögen, sollte man, um diese Wirkung zu anzuzielen, die Tomaten nicht in rohem, sondern in gekochtem Zustand essen. Das den Krebszellen entgegenwirkende Carotinoid wird nämlich durch Hitze und Öl freigesetzt. Dafür kleingeschnittene Tomaten mit etwas Olivenöl im Topf schmoren lassen.

Auch verschafft eine Tomaten-Kur Erleichterung bei Hämorrhoiden, da der Verzehr von Tomaten den Stuhl weich macht. Da sie in ihren Herkunftsländern sogleich nach der Ernte verarbeitet werden, können Sie im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsesorten ruhig auf Dosentomaten zurückgreifen. Diese enthalten mehr Vitalstoffe als viele aus Glashäusern gezogene Gemüsesorten, die oft unreif geerntet, und lange zu ihrem Bestimmungsort transportiert werden.

Zu Hause sollten Sie die Tomaten vom Obst trennen, und nicht im Kühlschrank lagern.

Viele Zubereitungsarten der Tomaten sind fix und leicht. Zu einem Salat schneiden Sie 2,3 Liebesäpfel in Scheiben, mit Salz und einigen Basilikumblättern bestreuen, fügen Sie Balsamico- oder Olivenöl, und nach Belieben Mozzarella oder Feta Käse hinzu. Für eine im Nu hergestellte Sauce, die Sie zu Teigwaren und Fleisch reichen können: braten Sie eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe in Olivenöl an, fügen Sie kleingeschnittene Tomaten hinzu. Schmecken Sie die nährreiche Sauce mit Salz, Pfeffer, Kräutern wie Oregano oder Basilikum ab. Auch können Sie Blattsellerie zum Würzen beigeben, eine Karotte. Lassen Sie eine kleine Kartoffel in der Sauce schmoren, dickt die Sauce ein, ein gehäufter El Erbsen entzieht der Sauce ihre Säure und versüβt sie. Anstelle der Prise Zucker fügen wir eine Messerspitze Honig hinzu.

Was halten Sie von selbstgemachtem Ketchup? Dazu brauchen Sie:

-1 kg aromatische Tomaten, 130 gr rote Zwiebeln. Schneiden Sie alles in kleine Stücke

-50 g Rohrzucker oder Honig, 50 ml Apfelessig, 2 Tl Senf, 1Tl Salz, eine Prise Pfeffer

Vermischen Sie alle Zutaten und lassen Sie das Ganze 1 Stunde ohne Deckel köcheln. Pürieren* Sie die Sauce nun, dann streichen Sie die Sauce durch ein feines Sieb. Geben Sie die pürierte Sauce, den Ketchup, zurück in den Topf und lassen ihn bei niedriger Hitze weitere 15 Minuten eindicken.

Sie können den Ketchup nun mit Ihren Lieblingskräutern würzen, z.B. Chili, Oregano, Selleriesalz, Ingwerpulver, 1 Prise Zimt…

Füllen Sie den Ketchup abschlieβend in ausgekochte Gläser oder Flaschen ab, (benutzen Sie bei der Abfüllung in Flaschen einen Trichter) Fertig!

*Unpüriert können Sie die Sauce in Einmachgläser abfüllen und bis zur Neige mit Olivenöl und grobem Salz abdecken. Damit sie sich luftdicht verschlieβen,  drehen Sie die Gläser mit dem Deckel nach unten für einige Stunden um. Auf diese Weise hält die eingemachte Sauce sich über ein Jahr lang.

 

Linda Graf


Mady Lutgen

Mady is looking back on 18 years of experience in the Luxembourgish media world. She quit her job at Revue to launch an online magazine in which importance will be given to what makes us feel good – inside and out.

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